First Responder - die Ersthelfer vor Ort

Fehlende schnelle und qualifizierte Erste Hilfe kann bei lebensbedrohlichen Erkrankungen oder Verletzungen zum Tod oder zu schweren gesundheitlichen Folgeschäden des Patienten führen. Gerade im ländlichen Gebiet kann aufgrund der größeren Entfernungen der Rettungswachen mehr Zeit als in der Stadt bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. des Notarztes vergehen. Zusätzlich kann sich die Zeitspanne bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nochmals verlängern, wenn z.B. die Rettungsmittel durch andere Einsätze gebunden sind oder die Witterungsverhältnisse (z.B. Eis- und Schneeglätte) eine schnelle Anfahrt unmöglich machen. Eine deutliche Verkürzung des therapiefreien Intervalls ist ohne Erhöhung der Anzahl der Rettungswachen nur durch organisierte Erste Hilfe vor Ort möglich. Diese kann entscheidend sein für eine optimale Versorgung der Notfallpatienten; für einige Patienten ist diese sogar überlebenswichtig. Dieses Konzept der organisierten Ersten Hilfe will die Gemeinde Elleben mit dem „Helfer vor Ort“ beginnen.

 

Zu Ihren Aufgaben gehört:
• leistet qualifizierte Erste Hilfe
• erkundet die Lage
• gibt qualifizierte Rückmeldungen an die Rettungsleitstelle
• weist Rettungsmittel ein

Helfer vor Ort sind für diesen Einsatz ausgebildete, freiwillige Personen, die bei Notfällen von der Leitstelle Ilm-Kreis zusätzlich zu den entsprechenden Rettungsmitteln gerufen werden, um die Primärversorgung „vor Ort“ durchzuführen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Der Helfer vor Ort kann nicht und soll nicht den Rettungsdienst ersetzen. Er kann ihn jedoch, wie oben ausgeführt, sinnvoll ergänzen. Es ist allerdings nicht gewährleistet, das die Helfer vor Ort rund um die Uhr zur Verfügung stehen, da den freiwilligen Helfern bestimmte private und berufliche Grenzen gesetzt sind.